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Persönlich erreicht man mehr als mit Flyer!

Bereits zum 5. Mal haben die BBS Ritterplan gemeinsam mit dem Blutdruckinstitut Göttingen einen Präventionstag in Sachen Gesundheit durchgeführt.

"Bei solchen Gelegenheiten können die Schüler einmal erleben, was das, was sie lernen, in der Praxis bedeutet“. Schulleiter Armin Oberländer ist mit den Ergebnissen des Gesundheitstages mehr als zufrieden. Gemeinsam mit dem Kinderarzt und Kinderkardiologen Dr. Martin Hulpke-Wette und PD Dr. Volker Schettler vom Blutdruckinstitut haben die BBS Ritterplan eine außergewöhnliche Veranstaltung geschaffen, die mittlerweile schon eine kleine Tradition hat. Einmal im Jahr veranstalten Schüler und Lehrer zusammen mit den beiden Ärzten und deren Teams einen Gesundheitstag. Neben informativen Ständen über Zuckerkonsum und dessen Auswirkungen, Energydrinks und gesunde Ernährung, haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich gesundheitlich durchchecken zu lassen. „Wir messen und wiegen die Schülerinnen und Schüler, bestimmen ihren Blutdruck, nehmen ihnen für weitere Untersuchungen Blut ab und untersuchen die Halsschlagader per Ultraschall, um zu sehen, ob es schon Ablagerungen in den Gefäßen gibt“, erklärt Dr. Hulpke-Wette den Gesundheitsparcours.
Dass solche Untersuchungen auch schon in diesen jungen Jahren durchaus Sinn ergeben, zeigen die Zahlen: 30 bis 40% der jungen Erwachsenen um die 22 Jahre weisen bereits krankhafte Veränderungen der Blutgefäße auf. „Diese können durch zu viel Stress, falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder aufgrund familiärer Vorbelastungen verursacht werden“, so Dr. Schettler vom Nephrologischen Zentrum in Weende. Vor diesem Hintergrund setzen sich die beiden Mediziner für die Aufklärung bei Kindern, Jugendlichen und Eltern ein. „Je früher eine solche Erkrankung erkannt wird, desto eher kann man etwas tun“. Dr. Hulpke-Wette spricht aus Erfahrung. Fast täglich kommen Kinder zu ihm, die bereits einen erhöhten Blutdruck haben. Um gravierenden Schäden entgegenzutreten, muss nach Erkennen der Erkrankung gehandelt werden. So auch bei den Schülern der BBS. „In diesem Jahr haben wir erfreulicherweise weniger Befunde gehabt als in den vergangenen Jahren“, so Dr. Schettler und Dr. Hulpke-Wette. Das sei durchaus auch schon anders gewesen. Viele der untersuchten Schüler wiesen bereits ernsthafte Veränderungen der Blutgefäße und des Blutdrucks auf.
Hier setzt die Aufklärungsarbeit ein. „Uns ist es wichtig, dass die Schüler realisieren, dass sie heute etwas für ihre Gesundheit tun können, und zwar langfristig“, Verena Hegemann ist Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums an der BBS. Sie war es auch, die diese Idee vor fünf Jahren das erste Mal mit umgesetzt hat.
Was damals noch recht klein anfing, ist heute fester Bestandteil eines Schuljahres. „Die Schüler kommen und fragen danach, sie erarbeiten ihre Themen in einer Art und Weise, die uns sehr beeindruckt, das hat schon wissenschaftliches Niveau“, so Hegemann. Auch hat sich einiges im Schulalltag geändert. „Auf den Tischen stehen keine Colaflaschen oder Energydrinks mehr, sondern eher Wasserflaschen und Kräutertees“. Was ausschlaggebend für den Erfolg ist, ist die persönliche Ansprache der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Mit Flyern erreicht man da wenig“, weißt Dr. Schettler.
Erste Schritte in die richtige Richtung, findet auch Dr. Hulpke-Wette. Beide Ärzte sind vom Engagement und dem Einsatz der Schule tief beeindruckt. Sie kommen jedes Jahr und betreuen den Gesundheitstag ehrenamtlich mit vollem Einsatz. Sie würden sich wünschen, diese Form der Aufklärung weiter in die Stadt tragen zu können.
Auch Schulleiter Oberländer weiß den Einsatz von Seiten des Blutdruckinstitutes sehr zu schätzen: „Wir arbeiten hier mit Visionen, wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt und das sehen die Schüler auch an jeder Ecke“.
Einsatz auf ganzer Linie, bei dem es auch nicht verwundert, dass am Ende eines solch anstrengenden Tages der Termin für den nächsten Präventionstag gleich festgeklopft wird.
(Text: Carolin Schäufele, Media Pool)