Ernährung
Beikoch/Beiköchin
Projekte
Projekttag 2010 "Gesunde Kinderernährung" | Projekttag "Gesunde Kinderernährung" |
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Projekttag "Gesunde Kinderernährung"
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Wir, die Klasse SFS 09b, wurden als Unterstufenschüler
der ErzieherInnen (Fachschule für Sozialpädagogik) von
der EKB 07, den GesellenanwärterInnen der Beiköche
(Berufsfach-schule für Ernährung und Gastronomie), zum
„Ernährungstag“ eingeladen – Träume
von dampfenden Schüsseln im klirrend kalten Februar tauchten
vor unserem inneren Auge auf...
Am Freitag, dem 12.02. um 8Uhr morgens war es dann soweit: wir durften den ansonsten penibel abgeschirmten Hygienebereich im Ritterplangebäude betreten. Herzlich von Frau Doßenbach, einer in der BBS III lehrenden Ökotrophologin und zehn ihrer SchülerInnen in Empfang genommen, ging’s sofort los – allerdings erstmal theoretisch... |
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Wir lernten, dass wir alle in den ersten drei Lebensjahren außer süß und bitter eigentlich noch nix schmecken, und sich unser Verdauungssystem in diesen Jahren noch entwickelt; folglich der Eigengeschmack der Speisen weitestgehend zu erhalten ist – jedoch hinterlassen natürlich das Elternhaus / die Krippe / weitere Vorbilder in deren Würz- und Essverhalten einen bleibenden Eindruck („was MIR schmeckt, DARF den Kindern nicht schmecken“ – da fettig und salzig mittlerweile bei uns antrainiert sind)! Nach eingehender Betrachtung der Realität (was möchte die Werbung verkaufen? was und wie essen Kindergarten-/ Schulkinder und auch Erwachsene am liebsten?) ging es wie erwar-tet um die 10 Ernährungsregeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die kennt wohl jedeR; wenn nicht immer diese schwierige Umsetzung im Alltag wäre... Hierbei stand uns wieder sehr lebendig Frau Doßenbach zur Seite, die sich „viel weniger dafür interessierte, was wir zwischen Weihnachten und Neujahr essen – als vielmehr dafür, was wir so zwischen Neujahr und Weihnachten“ futtern. Und natürlich wie. Sie wies uns auch auf die Schwierigkeit hin, Einfluss auf die Essgewohnheiten „fremder“ Menschen, in unserem Fall der Kinder / Jugendlichen zu nehmen: schließlich bemängelten wir damit auch immer einen nicht zu unterschätzenden Teil ihrer Lebenswelt und damit ihrer Familie. Ein vertrauensvolles Verhältnis ist also auch hier, wie so oft, unabdingbar. |
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Weiter ging's durch den Dschungel versteckter Zuckerarten, BMI-Berechnungen, Energie-bedarfstabellen, Diabetesarten, Nährstofflisten, Essens- und Mengenempfehlungen für Kinder, den für manche leidigen Themen Bewegung und Trinken, geradewegs hin zu der für die meisten problematische Umsetzung: wir bekamen ausgesuchte Materialien für angehende ErzieherInnen, den „Kurzen“ eine Portion Bewegung zu verschaffen, sich an Ausmal-Memories zum Thema zu erfreuen, kleine Rätsel zu lösen oder sich bei einem Verdauungsmärchen zu entspannen. Mit umfangreichen Medienempfehlungen nicht nur zur eigenen Information, sondern auch zur Elternarbeit, Angebotsplanung, Schautafeln und Merkblättern endete der erste Teil unseres vertiefenden, informativen, anschaulichen und lebendigen Ernährungstages.
Nach einer gewiss gesundheitsschädlichen Raucherpause kam
der ersehnte Moment: |
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Der Küchenmeister Herr Abraham war sichtlich erstaunt ob unseres „Mitteilungsbedürfnisses“; schaffte es jedoch rasch, unsere Konzentration für einen Einblick in die ökonomischen Interessen der Fertigprodukt-Industrie zu gewinnen. Auch die Umsätze der Lightprodukte liegen eher schwer im Magen... Auf den Arbeitsflächen der Küche waren mittlerweile von unseren Gastgebern, den BeiköchInnen, sechs Stationen zum Thema „fastfood versus gesunde Nahrung“ aufgebaut worden. In Kleingruppen begaben wir uns in die Obhut jeweils 1-3er AnleiterInnen, die uns kompetent und sekündlich souveräner in die Köstlichkeit selbst hergestellter und damit kontrollierbar gesünderer Speisen einwiesen. So konnten wir auch unmittelbare Geschmacksvergleiche anstellen: Fertigflockenpüreepampf contra Kartoffelbrei à la leckerschmecker, Fertigpommes aus der Formpresse contra selbstgestiftelte Kartoffelknollen, |
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Kohlensäurelimo contra frischgepresste / selbst komponierte Saftkreationen, Plastikjoghurt contra Naturjoghurt mit individuell abgeschmeckter Fruchtnote,
Fertigmüsli contra geschmacklich hammermäßige
Variationenvielfalt,
Nach einem gemeinsamen Aufräumen, bei dem wir
den BeiköchInnen wohl hauptsächlich im gewohnten Weg
rumturnten (Danke fürs Abspülen!!!), trafen wir uns zum
abschließenden Fragebogen-Ausfüllen und Blitzlicht in
der hauseigenen Restaurantbar.
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