Das Kartoffelfest 2007
Das Kartoffelfest wird
jedes Jahr aus Tradition von den 13. Klassen des Fachgymnasiums Gesundheit und
Soziales Schwerpunkt Ökotrophologie der Berufsbildenden Schulen 3 am Ritterplan
in Göttingen, im Rahmen des Fachpraxisunterrichts organisiert.
Was ist das Fachgymnasium eigentlich?
Mit dem erweiterten Sek. I - Abschluss hat jeder Schüler/in
die Möglichkeit die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder eines
Fachgymnasiums zu besuchen. Nach 3 Jahren und erfolgreich absolvierten
Abiturprüfungen erhält man das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife und ist
zum Studium aller Studiengänge berechtigt.
Entscheidet man sich für den Schwerpunkt Ökotrophologie, was
nichts anderes als „Ernährungswissenschaft" heißt, erwartet einen ein breites
Spektrum an interessanten Themen. Das Fach Ernährung (die Theorie) ergänzt sich
mit der Fachpraxis.
Die Themen der Theorie reichen z.B. der Produktion der
Lebensmittel, dem Disign der funktionellen Lebensmittel, der Chemie der
Kohlenhydrate, über das Essverhalten verschiedener Altersgruppen und Kulturen,
den Stoffwechsel inkl. Stoffwechselerkrankungen z.B. Diabetes mellitus und
deren Folgen bis zu Ernährungsempfehlungen, z.B. aus der Sicht eines
Ernährungsberaters.
In der Praxis erlernen die Schüler/innen in den
modernisierten Küchen z.B. Schneidetechniken, wie auch das Produzieren
einzelner Gerichte mit anschließender Nährwertberechnung. Ein großes Thema ist
u.a. das Kartoffelprojekt im Rahmen des Kartoffelfests in Reinhausen. Die
Schüler/innen sind für die Planung, Organisation und Durchführung eines
reibungslosen Ablaufs verantwortlich.
Der Schwerpunkt ist demzufolge sehr vielseitig und wird
durch die zahlreichen Projekte und abwechselnden, spannenden Unterrichtsthemen
nicht langweilig.
Nun sagt sich der Ein oder Andere vielleicht: „Aber ich
möchte doch gar nicht Ökotrophologie studieren!" - Nein, das muss man nicht.
Genauso gut ist es möglich eine Ausbildung zum Diätassistenten usw. zu
beginnen. Mögliche Arbeitsplätze später können z.B. Rehazentren, Fitnessstudios
oder Krankenkassen sein. Natürlich kann man, nach den drei Jahren Oberstufe
auch in eine ganz andere Richtung gehen und Jura, Medizin u.a. studieren. Man
ist also bei der Berufswahl nicht gebunden!
Alles in allem ein vielfältiger Fachbereich mit vielen
verschiedenen Berufsmöglichkeiten und Perspektiven!
Das Fest in der Zusammenfassung und die Bedeutung für uns
Das Kartoffelfest findet jedes Jahr am letzten Samstag im
September statt. Der Ort ist das regionale Umweltzentrum (RUZ) in Reinhausen.
Im Jahr 2007 war es der 29. September. Die Klassen G05A und G05B haben an dem
Projekt gearbeitet.
Für uns als
Fachgymnasium gehört es dazu, das Fest zu gestalten, zu planen und zu
organisieren. Das heißt nicht nur der Tag des Festes ist relevant, sondern auch
die Vorbereitungszeit. Mit viel Ehrgeiz und Eifer haben wir uns der Aufgabe
gestellt.
Zu einem Fest gehört natürlich die Verpflegung der Gäste.
Wir haben Gerichte selbst ausgesucht und hergestellt. Nachdem Rezepte
ausgewählt waren, wurden diese ausprobiert, um zum einen zu testen, ob sie gut
schmecken und zum anderen ob die Gerichte zusammenpassen. Wir hatten
beschlossen, dass beide Klassen je eine Suppe, eine Vorspeise, zwei
Hauptgerichte, zwei Kuchen und eine andere Nachspeise als produzieren sollten.
Ein Bestandteil aller Gerichte musste also die Kartoffel sein.
Die Auszubildenden des
Bäkereihandwerks steuerten das leckere Kartoffelbrot bei. Getränke hatte Frau
Beseke vom RUZ organisiert.
Die Gerichte im Einzelnen:
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Grüne Kartoffelsuppe:
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eine vegetarische Kartoffelsuppe mit Lauch
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Käsesuppe mit Kartoffeln:
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eine Käsesuppe mal anders - mit Kartoffeln
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Bunter Kartoffelsalat:
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die klassische Variante der Kartoffel im Salat
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Kartoffel-Wirsing-Tortilla:
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eine Tortilla auf Kartoffelbasis
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Kartoffelgulasch:
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ein Gulasch dominiert aus Kartoffeln mit weniger Fleisch
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Kartoffellauchauflauf:
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ein Kartoffelgratin mit Lauch
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Gebackene Kartoffeln mit Käsefüllung:
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die klassische Ofenkartoffel mal anders - mit Käsefüllung
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Kinder-Kartoffel-Rolle:
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Kartoffel in ansprechender Form für Kinder
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Kartoffelkuchen:
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Topfkuchen aus Kartoffeln
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Marmorkuchen:
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Marmorkuchen auf Kartoffelbasis
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Kartoffel-Nuss-Kuchen:
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weihnachtlicher Kuchen aus Kartoffeln
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Kartoffel-Apfel Kuchen:
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ein Apfelkuchen aus Kartoffeln
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Kartoffelpuffer aus dem Waffeleisen:
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Kartoffelpuffer als süße Nachspeise mit Apfelmus
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Neben der Verpflegung der Gäste, gehört zu einem Fest auch
die Unterhaltung der Gäste. Da aus den Vorjahren bekannt war, dass in der Regel
auch sehr viele Kinder unter den Gästen sind, hatten wir uns entschlossen
Kinderspiele rund um die Kartoffel zu machen. Dafür wurden erst Ideen gesammelt
und dann wurde überlegt, welche Spiele vor Ort umsetzbar sind. Danach wählten
wir die besten aus. Unter den Spielen waren solche Dinge, wie Kartoffeldruck,
Kartoffellaufen, Kartoffelsackhüpfen und viele andere.
Um sich ein Bild von der Örtlichkeit zu machen, haben wir
einen Ortsbesuch im RUZ in Reinhausen gemacht. Dieses war der erste Schritt zur
Organisation. Vor Ort haben wir uns schon Gedanken über den Aufbau von Tischen,
Verkaufsräumen und Spielen gemacht.
Da das RUZ sehr viel nette und weitläufige Außenflächen hat,
wäre es optimal einige Dinge, wie zum Beispiel die Suppen draußen zu verkaufen
und viele Tische draußen aufzubauen. Das Gebäude, ein gut ausgebauter
Pferdestall ist nicht ganz so groß um vermutlich alle Gäste auf einmal
unterzubringen.
Daneben hatten wir auch
beschlossen, dass Schilder zur Orientierung der Gäste aufgehängt werden
sollten.
Für die Bezahlung der Gerichte hatten wir eine zentrale
Kasse geplant, an der sich die Besucher Essensmarken kaufen können. Dieses
würde eine Erleichterung für die Gäste ergeben, sie müssten nicht so lange
anstehen und mit Geld und dem Gericht gleichzeitig hantieren.
Ebenso wurde ein Heft über das Fest mit den Rezepten,
weiteren Informationen und einem Rätsel von uns zusammengestellt.
Diese Gegenstände haben wir eigenständig organisiert und
hergestellt.
Die Fachpraxislehrer Herr Abraham und Frau Falk standen
immer zur Beratung für uns zur Verfügung, jedoch lag die gesamte Planung in
unseren Händen.
Auch in einem guten Plan, kann man nicht alles
berücksichtigen. So machte uns das Wetter am 29. September 2007 einen Strich
durch die Rechnung. Es schüttete leider den ganzen Tag, zudem trat auch einer
der großen Bäche in Reinhausen über die Ufer. Dieses hieß spontanes Handeln von
unserer Seite. Da bei dem Wetter voraussichtlich nicht sehr viele Gäste kommen
würden, haben wir das gesamte Fest ins Gebäude vom RUZ gelegt. Tresen, wie Tische
für die Gäste und eine abgetrennte Ecke für die Spiele hatten wir vorgesehen.
Wir standen uns manchmal gegenseitig auf den Füßen, da es viel zu tun gab und
der Platz etwas begrenzt war, aber das war auch zum Aushalten, da wir sonst
alles gut geplant hatten.
Die Gäste waren mit dem Essen, der Unterhaltung und der
Gemütlichkeit sehr zufrieden. Dieses waren die Rückmeldungen der Gäste. Damit
hatten wir unser Ziel erreicht.
Neben diesem Ziel, dass sich die Gäste wohl fühlen sollten,
hatten wir mit dem Fest eine weitere Intention. Es ging vorrangig um die
Kartoffel. Da wir den Schwerpunkt Ökotrophologie haben, geht es uns natürlich
auch um die ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Kartoffel. So besitzt
das Knollengewächs wichtige und positiv wirkende Kohlenhydrate. Also ein guter
und gesunder Energielieferant mit
vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffe. Wir möchten damit die
Kartoffel wieder populärer machen. Durch unsere vielfältigen Gerichte, die wir
alle selbst hergestellt und ausgewählt hatten, wollten wir zeigen, wie
vielseitig die Kartoffel ist. Dass man sie nicht nur als Beilage essen kann,
sondern in den Mittelpunkt stellen kann, in Hauptgerichten, als Basis für einen
Kuchen dienen kann und mit sehr vielen anderen Lebensmitteln kombinieren kann.
Ebenso war dieses ein hilfreiches Projekt für uns als
Gymnasiasten, da wir das Projekt selbst und eigenverantwortlich durchgeführt
haben. Dieses hat uns um einige Erfahrungen reicher gemacht, da viele von uns
im späteren Berufsleben Projekte planen, organisieren und vielleicht sogar
leiten müssen.
In diesem Sinne bedanken wir uns bei dem RUZ und deren
Mitarbeitern, uns eine tatkräftige Unterstützung, der Schule, die es finanziell
möglich gemacht hat und den beiden Fachpraxislehren, die uns immer gut beratend
zur Hilfe standen.
Das Fachgymnasium Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt
Ökotrophologie.
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