Donnerstag, 09 September 2010  





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Das Kartoffelfest 2007

 

Kartoffelprojekt (10).JPGDas Kartoffelfest wird jedes Jahr aus Tradition von den 13. Klassen des Fachgymnasiums Gesundheit und Soziales Schwerpunkt Ökotrophologie der Berufsbildenden Schulen 3 am Ritterplan in Göttingen, im Rahmen des Fachpraxisunterrichts organisiert.

 

Was ist das Fachgymnasium eigentlich?

Mit dem erweiterten Sek. I - Abschluss hat jeder Schüler/in die Möglichkeit die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder eines Fachgymnasiums zu besuchen. Nach 3 Jahren und erfolgreich absolvierten Abiturprüfungen erhält man das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife und ist zum Studium aller Studiengänge berechtigt.

Entscheidet man sich für den Schwerpunkt Ökotrophologie, was nichts anderes als „Ernährungswissenschaft" heißt, erwartet einen ein breites Spektrum an interessanten Themen. Das Fach Ernährung (die Theorie) ergänzt sich mit der Fachpraxis.

Die Themen der Theorie reichen z.B. der Produktion der Lebensmittel, dem Disign der funktionellen Lebensmittel, der Chemie der Kohlenhydrate, über das Essverhalten verschiedener Altersgruppen und Kulturen, den Stoffwechsel inkl. Stoffwechselerkrankungen z.B. Diabetes mellitus und deren Folgen bis zu Ernährungsempfehlungen, z.B. aus der Sicht eines Ernährungsberaters.

In der Praxis erlernen die Schüler/innen in den modernisierten Küchen z.B. Schneidetechniken, wie auch das Produzieren einzelner Gerichte mit anschließender Nährwertberechnung. Ein großes Thema ist u.a. das Kartoffelprojekt im Rahmen des Kartoffelfests in Reinhausen. Die Schüler/innen sind für die Planung, Organisation und Durchführung eines reibungslosen Ablaufs verantwortlich.

Der Schwerpunkt ist demzufolge sehr vielseitig und wird durch die zahlreichen Projekte und abwechselnden, spannenden Unterrichtsthemen nicht langweilig.

Nun sagt sich der Ein oder Andere vielleicht: „Aber ich möchte doch gar nicht Ökotrophologie studieren!" - Nein, das muss man nicht. Genauso gut ist es möglich eine Ausbildung zum Diätassistenten usw. zu beginnen. Mögliche Arbeitsplätze später können z.B. Rehazentren, Fitnessstudios oder Krankenkassen sein. Natürlich kann man, nach den drei Jahren Oberstufe auch in eine ganz andere Richtung gehen und Jura, Medizin u.a. studieren. Man ist also bei der Berufswahl nicht gebunden!

Alles in allem ein vielfältiger Fachbereich mit vielen verschiedenen Berufsmöglichkeiten und Perspektiven!

 

Das Fest in der Zusammenfassung und die Bedeutung für uns

Das Kartoffelfest findet jedes Jahr am letzten Samstag im September statt. Der Ort ist das regionale Umweltzentrum (RUZ) in Reinhausen. Im Jahr 2007 war es der 29. September. Die Klassen G05A und G05B haben an dem Projekt gearbeitet.

 

Kartoffelprojekt (4).JPGFür uns als Fachgymnasium gehört es dazu, das Fest zu gestalten, zu planen und zu organisieren. Das heißt nicht nur der Tag des Festes ist relevant, sondern auch die Vorbereitungszeit. Mit viel Ehrgeiz und Eifer haben wir uns der Aufgabe gestellt.

Zu einem Fest gehört natürlich die Verpflegung der Gäste. Wir haben Gerichte selbst ausgesucht und hergestellt. Nachdem Rezepte ausgewählt waren, wurden diese ausprobiert, um zum einen zu testen, ob sie gut schmecken und zum anderen ob die Gerichte zusammenpassen. Wir hatten beschlossen, dass beide Klassen je eine Suppe, eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte, zwei Kuchen und eine andere Nachspeise als produzieren sollten. Ein Bestandteil aller Gerichte musste also die Kartoffel sein.Kartoffelprojekt (28).JPG

Die Auszubildenden des Bäkereihandwerks steuerten das leckere Kartoffelbrot bei. Getränke hatte Frau Beseke vom RUZ organisiert.

 

  

 

Die Gerichte im Einzelnen:

 

Grüne Kartoffelsuppe:

eine vegetarische Kartoffelsuppe mit Lauch

Käsesuppe mit Kartoffeln:

eine Käsesuppe mal anders - mit Kartoffeln

Bunter Kartoffelsalat:

die klassische Variante der Kartoffel im Salat

Kartoffel-Wirsing-Tortilla:

eine Tortilla auf Kartoffelbasis

Kartoffelgulasch:

ein Gulasch dominiert aus Kartoffeln mit weniger Fleisch

Kartoffellauchauflauf:

ein Kartoffelgratin mit Lauch

Gebackene Kartoffeln mit Käsefüllung:

die klassische Ofenkartoffel mal anders - mit Käsefüllung

Kinder-Kartoffel-Rolle:

Kartoffel in ansprechender Form für Kinder

Kartoffelkuchen:

Topfkuchen aus Kartoffeln

Marmorkuchen:

Marmorkuchen auf Kartoffelbasis

Kartoffel-Nuss-Kuchen:

weihnachtlicher Kuchen aus Kartoffeln

Kartoffel-Apfel Kuchen:

ein Apfelkuchen aus Kartoffeln

Kartoffelpuffer aus dem Waffeleisen:

Kartoffelpuffer als süße Nachspeise mit Apfelmus

 

Neben der Verpflegung der Gäste, gehört zu einem Fest auch die Unterhaltung der Gäste. Da aus den Vorjahren bekannt war, dass in der Regel auch sehr viele Kinder unter den Gästen sind, hatten wir uns entschlossen Kinderspiele rund um die Kartoffel zu machen. Dafür wurden erst Ideen gesammelt und dann wurde überlegt, welche Spiele vor Ort umsetzbar sind. Danach wählten wir die besten aus. Unter den Spielen waren solche Dinge, wie Kartoffeldruck, Kartoffellaufen, Kartoffelsackhüpfen und viele andere.

Um sich ein Bild von der Örtlichkeit zu machen, haben wir einen Ortsbesuch im RUZ in Reinhausen gemacht. Dieses war der erste Schritt zur Organisation. Vor Ort haben wir uns schon Gedanken über den Aufbau von Tischen, Verkaufsräumen und Spielen gemacht.

Da das RUZ sehr viel nette und weitläufige Außenflächen hat, wäre es optimal einige Dinge, wie zum Beispiel die Suppen draußen zu verkaufen und viele Tische draußen aufzubauen. Das Gebäude, ein gut ausgebauter Pferdestall ist nicht ganz so groß um vermutlich alle Gäste auf einmal unterzubringen.

Kartoffelprojekt (8).JPGDaneben hatten wir auch beschlossen, dass Schilder zur Orientierung der Gäste aufgehängt werden sollten.

Für die Bezahlung der Gerichte hatten wir eine zentrale Kasse geplant, an der sich die Besucher Essensmarken kaufen können. Dieses würde eine Erleichterung für die Gäste ergeben, sie müssten nicht so lange anstehen und mit Geld und dem Gericht gleichzeitig hantieren.

Ebenso wurde ein Heft über das Fest mit den Rezepten, weiteren Informationen und einem Rätsel von uns zusammengestellt.

Diese Gegenstände haben wir eigenständig organisiert und hergestellt.

Die Fachpraxislehrer Herr Abraham und Frau Falk standen immer zur Beratung für uns zur Verfügung, jedoch lag die gesamte Planung in unseren Händen.

Auch in einem guten Plan, kann man nicht alles berücksichtigen. So machte uns das Wetter am 29. September 2007 einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete leider den ganzen Tag, zudem trat auch einer der großen Bäche in Reinhausen über die Ufer. Dieses hieß spontanes Handeln von unserer Seite. Da bei dem Wetter voraussichtlich nicht sehr viele Gäste kommen würden, haben wir das gesamte Fest ins Gebäude vom RUZ gelegt. Tresen, wie Tische für die Gäste und eine abgetrennte Ecke für die Spiele hatten wir vorgesehen. Wir standen uns manchmal gegenseitig auf den Füßen, da es viel zu tun gab und der Platz etwas begrenzt war, aber das war auch zum Aushalten, da wir sonst alles gut geplant hatten.

Die Gäste waren mit dem Essen, der Unterhaltung und der Gemütlichkeit sehr zufrieden. Dieses waren die Rückmeldungen der Gäste. Damit hatten wir unser Ziel erreicht.

Neben diesem Ziel, dass sich die Gäste wohl fühlen sollten, hatten wir mit dem Fest eine weitere Intention. Es ging vorrangig um die Kartoffel. Da wir den Schwerpunkt Ökotrophologie haben, geht es uns natürlich auch um die ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Kartoffel. So besitzt das Knollengewächs wichtige und positiv wirkende Kohlenhydrate. Also ein guter und gesunder Kartoffelprojekt (14).JPGEnergielieferant mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffe. Wir möchten damit die Kartoffel wieder populärer machen. Durch unsere vielfältigen Gerichte, die wir alle selbst hergestellt und ausgewählt hatten, wollten wir zeigen, wie vielseitig die Kartoffel ist. Dass man sie nicht nur als Beilage essen kann, sondern in den Mittelpunkt stellen kann, in Hauptgerichten, als Basis für einen Kuchen dienen kann und mit sehr vielen anderen Lebensmitteln kombinieren kann.

Ebenso war dieses ein hilfreiches Projekt für uns als Gymnasiasten, da wir das Projekt selbst und eigenverantwortlich durchgeführt haben. Dieses hat uns um einige Erfahrungen reicher gemacht, da viele von uns im späteren Berufsleben Projekte planen, organisieren und vielleicht sogar leiten müssen.

 

In diesem Sinne bedanken wir uns bei dem RUZ und deren Mitarbeitern, uns eine tatkräftige Unterstützung, der Schule, die es finanziell möglich gemacht hat und den beiden Fachpraxislehren, die uns immer gut beratend zur Hilfe standen.

 

Das Fachgymnasium Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Ökotrophologie.