Jetzt geht es langsam dem Ende zu, Wahnsinn wie kurz acht Wochen doch sind. Laura und ich genießen die Zeit nochmal so richtig und wir sind froh, dass wir unseren Londontrip erst am vorletzten Wochenende machen. Das sind ein schöner Abschluss und ein absolutes Highlight zugleich. Am Freitag geht’s dann los, Piccadilly-Hostel und Zugfahrt sind schon gebucht.
Gestern waren wir ein zweites Mal in Bath. Es hat sich gelohnt, da wir dieses mal in dem berüchtigten Roman Bath Museum waren, was den Namen der Stadt ausmacht. Dank unserer deutschen Schülerausweise kamen wir günstiger rein. Das ist total Klasse, dass sie die akzeptieren. Wir haben auch wieder diese tollen Handys bekommen, auf dem wir die deutsche Übersetzung bekommen haben. Das Roman Bath wurde von den Römern vor 2000 Jahren erbaut. Es war damals ein zentraler Treffpunkt, indem sie ihre Freizeit verbracht haben und sich dort wuschen. Das Bad ist nur ein Teil der Anlage, dazu gehört auch noch ein Tempel, indem gebetet wurde. Das besondere an dem Bad ist, dass das Wasser aus den Tiefen der Erde kommt und richtig warm ist.
Als wir nach dem Rundgang wieder draußen waren, wurden wir überwältigt von der Menschenmasse. Dadurch dass nun der Weihnachtsmarkt in Bath aufgebaut war, der übrigens ziemlich berühmt ist, ist das ein Anziehungspunkt für viele Menschen und Touristen. Bei unserem letzten Bath-Besuch hatten wir ein besseres Wetter, diesmal hat es die meiste Zeit nur geregnet, obwohl es morgens so freundlich aussah. Zu meinem Pech habe ich das falsche Schuhwerk ausgewählt und bin mit klatschnassen Füßen abends angekommen. (Julia)
Der Weihnachtsmarkt war riesig und viel zu voll. Aber es waren ein paar ganz schöne Stände dabei, bei denen auch einige Weihnachtsgeschenke zu finden waren. Am Abend haben wir noch einen Stopp in einem H&M Laden gemacht und sind anschließend der Musik gefolgt die wir hörten. Plötzlich standen wir vor einem Schaufenster mit einer Liveband drin. Eine Sängerin, eine Keyboarderin und zwei Gitarristen gaben ihr bestes. Es war so schön, dass ich mir eine CD von denen mitgenommen habe. Das Schaufenster gehörte zu einem Klamottenladen für Frauen.
Letzte Woche war der Startschuss für Weihnachten. Samstag, den 28.11. ging in Stonehouse die Weihnachtsbeleuchtung an, welches feierlich gestaltet wurde. Es gab eine Bühne mit Livemusik, Kindern die Weihnachtslieder zum Besten gaben, Stände mit Kuchen, Keksen, Hamburgern, Glühwein und Fahrgeschäften. Zweimal fuhr Santa Claus durch die Straße. Aufgrund des schlechten Wetters sind wir dann bald nach Hause gegangen und sind mal wieder durch den halb überfluteten Weg gegangen.
Abends haben uns Paul und Clare noch zu einem kleinen Privat Konzert in einem kleinen Cafe in Stroud mitgenommen. Mit dem Eintrittsgeld unterstützten wir ein Klimaschutzprojekt in Kopenhagen. Es war total gemütlich, alle saßen auf dem Fußboden oder den anderen Sitzgelegenheiten und lauschten der Musik.
Am nächsten Tag wurden wir von einer Lehrerin mit nach Bristol genommen, die dort ihre Tochter zum Geburtstag besuchte. Sie ließ uns im Cabot Circus, einem Riesigen Einkaufszentrum raus. Sowas riesiges hab ich noch nicht gesehen. Eine Etage war ausgestattet mit ungefähr zehn verschiedenen Cafes, Restaurants und Bars.
Als sie uns in Stonehouse raus lies und wir ausstiegen zogen wir draußen unsere Jacken an. Im Auto war es ziemlich warm und dann als das Auto weg fuhr fiel Laura auf, dass ihre Handtasche noch im Auto lag. Wir winkten noch, dass sie anhalten sollte. Leider war es um halb fünf schon dunkel und sie sahen uns natürlich nicht mehr. Das Handy und der Hausschlüssel fuhren nun auf und davon. Ein Trost war, dass wir sie am nächsten Tag wieder sehen würde. Ich hoffte nur dass jemand zu Hause war, denn es hatte mal wieder geregnet. Die Klingel funktioniert immer noch nicht, so dass wir an der Tür klopften. Ein Stein fiel mir vom Herzen, als Clare die Tür öffnete. Am nächsten Tag hatte Laura dann ihre Tasche samt Inhalt wieder zurück.
Die Weihnachtszeit ist sehr glitzerig und blinkend. Bis jetzt genießen wir es richtig, erste Weihnachtskekse haben wir auch schon gebacken. Vanillekipferl und Spekulatius, welche bei den Kollegen auch schon super ankamen und erste Rezepte ausgetauscht wurden. Zu unserer Enttäuschung gab es leider keine Schoki-Adventskalender. In den Geschäften waren sie eher Mangelware. Hier ist es Tradition einen Christmas-cake zu backen. Laura hat ihren in der Einrichtung backen dürfen. Er hat ziemlich viele Kalorien, aber schmeckt ganz lecker. Clare hat ihren zum Verzehr freigegeben. Denn eigentlich wird er erst zum Christmas Eve gegessen. Die Engländer geben sich dafür sehr viel Mühe und backen ihn immer vier bis drei Wochen vor Weihnachten. Je länger er lieg, desto besser schmeckt er. Er enthält u.a. Rosinen, Marmelade, Cocktailkirschen, Mandeln, meistens Brandy, Marzipandecke und zum Abschluss eine Zuckerglasur. Über der Zuckerglasur wird dann am Ende noch individuell etwas gestaltet.
Seit dieser Woche haben wir einen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen. Er hat absolut nichts mit dem deutschen Weihnachtsbaum gemeinsam, nur dass er grün ist. Er ist nämlich aus dem Garten, geht bis zu den Knien und hat keine Nadeln. Dafür ist er schön geschmückt mit bunten Lichtern und jeder Menge Deko.
Einen schönen, gemütlichen 2. Advent und Nikolausabend.
Liebe Grüße von Laura & Julia






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